My Heroes Have Always Been Cowboys

Frank ist 15 Jahre alt, als er den Westernklassiker ‘‘Rio Bravo“ von Howard Hawks zum ersten Mal sieht. Besonders eine Szene war ein Schlüsselerlebnis für den damaligen Teenager. Darin betritt Sheriff Chance (John Wayne) mit der Kaffeetasse in der Hand lässig die Gefängniszelle, während Colorado (Ricky Nelson), um die Stimmung zu entladen, zur Gitarre greift und Hilfssheriff Dude (Dean Martin) völlig relaxed von der Pritsche aus, den Hut in die Stirn geschoben, ‘‘My Rifle, My Pony And Me“ intoniert. Als er die beiden in der Gefängnisszene gesehen hat, da wusste Frank: Genau so möchte er auch singen und Gitarre spielen können.

Rockin' Country Style

Seine erste Gitarre erhielt Frank von seinen Eltern zum 16. Geburtstag. Das Gitarrespielen hat er sich selbst beigebracht. Er hatte keinen Unterricht, sondern hat einfach seinen Vorbildern auf die Finger geschaut. Seine Vorbilder, das sind Country-Grössen wie Johnny Cash, Johnny Horton, Bob Luman, Dean Martin, Ricky Nelson, Carl Perkins, Johnny Western, Hank Williams und The Sons Of The Pioneers, mit deren Musik er aufgewachsen ist. Mit ihnen verbinden Frank neben Cowboyhut und akustischer Gitarre auch die sonore Stimme und die Mischung aus traditioneller Country und Westernmusik mit Rockabilly Elementen. Besonders eines hat ihn immer schon begeistert: Die romantischen Westernballaden aus John Wayne Klassikern wie ‘‘Der Schwarze Falke (The Searchers)“, ‘‘Rio Bravo“ oder ‘‘Land der 1000 Abenteuer (North To Alaska)“.

McCloud - Ein Sheriff in New York

Auf den Künstlernamen ‘‘McCloud“ hat Frank seine Lieblings TV-Serie ‘‘Ein Sheriff in New York“ mit dem beliebten US-Westerndarsteller Dennis Weaver (Rauchende Colts, Duell) in der Titelrolle gebracht. Der Held in der Serie heißt Sam McCloud und er hat 1990 diesen Namen einfach mit seinem eigenen kombiniert.

Im Mittelpunkt der Krimiserie (USA, 1970-1977) steht der Deputy Marshal Sam McCloud aus Taos, New Mexico. Auf den Spuren eines flüchtigen Gefangenen ist er nach New York City, der Hauptstadt des Verbrechens, gelangt und irgendwie ist er auch nach der Lösung des Falls bei der Polizei in Manhattan geblieben. Offiziell soll er nun lernen, wie man in der modernen Großstadt mit Gesetzlosen umgeht, aber eigentlich macht er die Dinge doch immer auf seine traditionelle und unkonventionelle Art, die Art des Westernsheriffs. Seinen Vorgesetzten Chief Peter B. Clifford (J. D. Cannon) bringt das regelmäßig zur Verzweiflung und auch für den Ruf von McCloud's New Yorker Kollegen Joe Broadhurst (Terry Carter) ist es nicht gut, dass er dauernd als Partner des Cops mit dem Cowboyhut und der Schafsfelljacke gesehen wird.

Für seine Darstellung des schlaksigen, selbstbewußten und extrem eigenwilligen Gesetzeshüters erhielt Dennis Weaver 1974 eine Emmy-Nominierung in der Kategorie ‘‘Best Lead Actor in a Limited Series“.

Dennis Weaver - Singer & Songwriter

Classic Album Review: ’’Dennis Weaver - Another Way”

’’William Dennis Weaver was an American actor, best known for his work in television, including roles playing Chester Goode on Gunsmoke, as Marshal Sam McCloud on the NBC police drama McCloud and the 1971 TV movie Duel, directed by the young Steven Spielberg. Most people never even knew that Dennis Weaver had recorded any albums. Dennis has an easy-going voice that's easy on the ear. The lady's voice you hear on a couple of the songs, including ''Another Way'', belongs to his wife, Gerry. A pretty good country album.” (Old vinyl rip - SOW, 1972)

In den 70er und 80er Jahren nahm Dennis Weaver mehrere Studioalben mit traditioneller Countrymusik auf, u. a. ‘‘Dennis Weaver“ (1972), ‘‘People Songs“ (1974), ‘‘One More Road“ (1975), ‘‘McCloud Country“ (1977) und das erfolgreiche Album ‘‘The World Needs Country Music“ (1980). 1971 sang er in der Dean Martin Show ‘‘Don't Fence Me In“ im Duett mit seinem Gastgeber und stellte seinen neuen Song ‘‘Another Way“ vor, der auch 1972 in der ‘‘McCloud“ - Episode ‘‘Der Hinterhalt (Give My Regrets To Broadway)“, in der Szene in der Sam McCloud durch die Strassen von New York streift im Hintergrund zu hören ist:

I want some earth beneath my boots again,
I wanna get back to my roots again...
Well, all I can say is thank you
For invitin’ me to join you,
But I want to live my life another way.

Ehrliche und authentische Musik

1978 hatte Frankie mit den ‘‘Westerners“ seinen ersten großen Auftritt bei der Weihnachtsfeier des Männerchors Oppau, in dem damals sein Vater gesungen und Akkordeon gespielt hat. Das Repertoire des Trios bestand hauptsächlich aus den frühen Songs der ‘‘Country Rocker“ Johnny Cash, Bob Luman, Ricky Nelson und Carl Perkins.

1986 veröffentlichte ‘‘Wizard Records“ Frank's erste Single, welche er gemeinsam mit der Rockabilly Band ‘‘Red Cadillac“ aufgenommen hatte. Johnny Cash's ‘‘Folsom Prison Blues“ war auf der A-Seite zu hören, und auf der B-Seite erklang das rockige Instrumental ‘‘King Cadillac“, eine Eigenkomposition des Sologitarristen Klaus König alias ‘‘Rockin' K“, der Frank bereits seit Beginn seiner musikalischen Karriere begleitet.

1994 brachte ihm seine Rockabilly Version des Johnny Horton Klassikers ‘‘I'm Ready If You're Willing“ den 1. Preis beim SWF1 ‘‘Oldie Soundcheck“ in Lörrach ein. Der Gewinner wurde per TED-Abstimmung ermittelt.

1995 stellte Walter Fuchs, der bekannte Hörfunkmoderator und Buchautor, auf dem Gebiet der Countrymusik das McCloud Album ‘‘Cowboy Boots & Stetson Hat“ in seiner Radiosendung ‘‘Country Time“ vor. Er spielte daraus die beiden Titel ‘‘Get Rhythm“ und ‘‘Garden Party“. Für seine gelungenen Interpretationen erhielt Frank großes Lob von dem Country Pionier. 1996 erschien die CD im Vertrieb von ‘‘Bear Family Records“.

In den darauf folgenden Jahren wurde McCloud in verschiedenen Besetzungen zu mehreren TV-Auftritten bei RNF LIFE und in der TV Musikbox ‘‘Country“ des Offenen Kanals Rheinland/Pfalz eingeladen.

Zwischen 1978 und 2006 stand er u. a. mit den ‘‘Ghost Riders“, der ‘‘Memphis Country Band“, ‘‘Big Train“, ‘‘Texas Country“ und dem Trio ‘‘Rawhide“ auf der Bühne. In den Jahren 2000 bis 2010 überzeugte Frank McCloud als Solist mit Cowboy und Westernsongs.

Im November 2008 gab Frank, anlässlich seines 30jährigen Bühnenjubiläums, ein gemeinsames Konzert mit seinem Freund Jack Wheeler, ‘‘The Voice Of Pullman City“, den er 2006 in der Westernstadt kennengelernt hat.

Mittlerweile hat er bereits seine siebente CD aufgenommen und absolviert als Solist und seiner Band ‘‘Frank McCloud & The Rebels“ mehrere Auftritte pro Jahr. Das seine Musik ehrlich und authentisch rüberkommt ist ihm dabei besonders wichtig. Dies fand auch die Jury des Country Music Award, der jährlich in der Westernstadt Pullman City in Bayern vergeben wird. Hier hat er schon in verschiedenen Besetzungen mehrere Preise abgeräumt (siehe Awards).

A Tribute To Johnny Western

Sein 2008 produziertes Album ‘‘A Tribute To Johnny Western“ mit den schönsten Westernsongs aus TV-Serien und Spielfilmen widmete Frank McCloud dem legendären US-Cowboysänger Johnny Western (Ballad Of Paladin, The Rebel-Johnny Yuma, Bonanza, Cowpoke). Nach Beendigung der Studioaufnahmen schickte ihm Frank eine Master CD. Der langjährige Freund und musikalische Weggefährte von Johnny Cash war so sehr davon angetan, dass er die Songs in seiner Radioshow ‘‘The Ranch“ spielte und sich persönlich dafür einsetzte, dass die hörenswerte CD Ende 2009 bei ‘‘Bear Family Records“ in Vertrieb genommen wurde.

Im Juli 2009, bei einem ‘‘Johnny Cash Tribute Concert“ in Traunstein/NÖ, lernte Frank sein großes Vorbild persönlich kennen. Während dem 3tägigen Festival wurden die beiden gute Freunde und Johnny holte ihn bei einem seiner Songs mit auf die Bühne. Im Duett sangen sie die Westernballade ‘‘The Gunfighter“. Darauf ist Frank sehr stolz.